Die Intrauterine Insemination (IUI):
Paare, bei denen eine leichte Einschränkung des Spermiogramms ursächlich für die ungewollte Kinderlosigkeit ist, kann oft mit einer „IUI“ zum Wunschkind verholfen werden. IUI steht für Intra Uterine Insemination. Bei dieser Behandlung werden die Spermien direkt in die Gebärmutter eingebracht. Durch diese Behandlung wird für die Spermien die lange Wegstrecke von der Scheide, durch den Gebärmutterhals, die Gebärmutterhöhle bis in die Eileiter, wo normalerweise die Befruchtung stattfindet, erheblich verkürzt. Sie nehmen quasi eine Abkürzung, so dass auch bei einer Einschränkung des Spermiogramms Spermien in ausreichender Zahl im Eileiter auf die befruchtungsfähige Eizelle treffen, um diese zu befruchten.

- klick to view!
Die IUI kann mit oder ohne hormoneller Stimulation durchgeführt werden. Ob eine Simulation sinnvoll ist und welches Stimulationsmedikament dabei zum Einsatz, kommt wird individuell entschieden. In jedem Fall wird aber bei der IUI eine Zyklusüberwachung durchgeführt und fast immer wird von einer Injektion mit HCG (humanes Choriongonadotropin) Gebrauch gemacht, um den Eisprung auszulösen.
1-2 Tage nach Auslösung des Eisprungs findet dann die eigentliche Insemination statt.
Nach Abgabe der Spermaprobe wird diese zunächst untersucht (Spermiogramm) und anschließend mit einer speziellen Lösung „gewaschen“. Anschließend werden die aufbereiteten Spermien über einen weichen Katheter, der in die Gebärmutterhöhle der Frau eingeführt wird, abgegeben. Diese Behandlung verursacht keine Schmerzen und kann daher ohne Narkose durchgeführt werden. Nach der Insemination sollten Sie noch einige Minuten ruhen.